Wer Daten aus der Gebäudetechnik zentral auswerten will, steht zunächst vor einer Grundsatzentscheidung.
Sollen die Daten an eine extern betriebene Plattform übertragen werden, oder sollen sie im eigenen
Netzwerk bleiben?
In Rechenzentren, Bankfilialen und Produktionsstandorten ist diese Frage häufig
bereits durch die IT-Sicherheitsrichtlinie vorentschieden.
Für genau diese Entscheidung bietet ioventis zwei Hardware-Lösungen. Das ioventis Gateway und die ioventis Edge. Beide Systeme integrieren Ihre bestehende Gebäudetechnik und schaffen die Basis für Energiemonitoring, Zustandsüberwachung, Störungsmanagement sowie die Bündelung sämtlicher Gewerke auf einer Plattform.
Gateway und Edge teilen dieselbe Softwarebasis und laufen als Microservices. Bei dieser Architektur ist die Software in kleine, voneinander unabhängige Funktionsbausteine unterteilt. Unterschiedlich ist nur, welche dieser Dienste vor Ort laufen und welche in der Plattform. Die Entscheidung fällt damit über den Betriebsort Ihrer Daten, nicht über die Software.
ioventis Gateway
Für das ioventis Gateway müssen Sie keine eigene Hardware beschaffen. Wir liefern das Gerät und montieren
es in Ihrem Schaltschrank.
Wer bereits über eine passende IT-Infrastruktur verfügt, kann das ioventis
Image stattdessen in einer virtuellen Maschine oder als Container-Setup betreiben.
Einmal mit dem lokalen Netzwerk verbunden, liest das Gateway die Datenpunkte Ihrer Gebäudetechnik aus, etwa Zählerstände, Betriebszustände, Störmeldungen oder weitere Anlagendaten. Diese überträgt es verschlüsselt an die cloudbasierte ioventis Plattform. Eine eingehende Freigabe in Ihrer Firewall ist dafür nicht erforderlich. Das Gateway baut die Verbindung über einen dedizierten Tunnel selbst auf.
Ihre bestehenden Steuerungen bleiben dabei unverändert im Einsatz. Updates, Betrieb und Wartung der Plattform übernimmt ioventis als Managed Service. Bei mehreren Standorten laufen die Daten aller Liegenschaften in einer zentralen Ansicht zusammen.
Zum Datenblatt des ioventis Gateways
ioventis Edge
Die ioventis Edge übernimmt dieselbe Aufgabe, allerdings vollständig in Ihrem eigenen Netzwerk. Auch hier
ist keine eigene Beschaffung nötig. Wir liefern die Edge als vollwertigen physischen Server.
Ebenso
lässt sich das ioventis Image in Ihrer bestehenden Infrastruktur betreiben, virtualisiert oder als
Container-Setup.
Verarbeitung und Auswertung finden vollständig vor Ort statt, ohne dass dafür ein Internetzugang erforderlich ist. Das gesamte Setup bleibt ausschließlich aus Ihrem eigenen Netzwerk erreichbar. Eine Verbindung nach außen besteht erst, wenn Sie diese selbst einrichten. Für Objekte mit strikten Vorgaben zur Datenhaltung ist die Edge die passende Variante.
Zum Datenblatt der ioventis Edge
Sicherheit ab Werk
Beide Geräte entstehen in einem automatisierten Build-Prozess, nicht in einer manuell zusammengestellten Installation. Jede Komponente läuft isoliert in einem eigenen Container, die Konfiguration wird reproduzierbar ausgerollt. So wirkt sich eine Störung in einer Komponente nicht auf das gesamte Gerät aus, und ein Update erreicht alle Geräte auf demselben nachvollziehbaren Weg.
Ein Sicherheitsmodul in der Hardware prüft beim Einschalten, ob die Software unverändert ist, und gibt den Start erst dann frei. Anlagennetz und Hausnetz laufen über getrennte Netzwerkanschlüsse und bleiben damit voneinander abgeschottet.
Geprüft wurde dieser Aufbau auf zwei Hardwarearchitekturen, ARM und x86, jeweils mit einem eigens gehärteten Linux-System. Beide Varianten sind seither durchgehend im Einsatz.
Was der Test ergeben hat, lesen Sie im Beitrag Der Betatest der ioventis Plattform ist abgeschlossen.
Updates im laufenden Betrieb
Ein strukturiertes Lifecycle-Management stellt sicher, dass die Geräte auch im laufenden Betrieb stets auf dem neuesten Stand bleiben.
Das ioventis Gateway erhält
Sicherheitsupdates automatisch über die ohnehin bestehende Internetverbindung.
Die ioventis Edge ist
dagegen nicht dauerhaft mit dem Internet verbunden. Jede ausgelieferte Version ist deshalb ein in sich
geschlossenes, geprüftes System, das ohne Internetzugang läuft.
Steht ein Update an, spielen wir es über denselben Fernzugriff ein, den auch unser Support für die laufende Betreuung nutzt. Diesen Zugriff schalten ausschließlich Sie frei. Erst dann baut das Gerät eine gesicherte Tunnelverbindung zu unserem Zugriffsserver auf.
Sie möchten wissen, welches der beiden Geräte zu Ihrem Objekt passt? Wir
besprechen die Anbindung Ihrer Anlagen gemeinsam.
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.