Seit Juli 2026 ist die Betatest-Phase der ioventis Plattform erfolgreich abgeschlossen. Getestet wurde die Plattform anhand der vier Anwendungsfälle und auf Basis realer Datenpunkte, so wie sie auch in Ihrem Bestand anfallen.

Geprüft wurde, was im Tagesgeschäft eines Betreibers tatsächlich zählt. Konkret ging es darum, ob sich die Plattform intuitiv bedienen lässt, ob sie durchweg stabil läuft, ob sich unterschiedliche Gerätetypen zuverlässig anbinden lassen und ob sich ein einmal aufgebautes Setup ohne Mehraufwand wiederholen lässt.

Teilnehmerkreis und Prüfperspektiven

Der Teilnehmerkreis bestand aus Branchenexperten, Partnerbetrieben und ersten Kunden. Die Mischung war bewusst gewählt, denn die drei Gruppen bewerten ein System aus unterschiedlicher Perspektive. Branchenexperten prüfen die technische Substanz und fragen nach Grenzen, Partnerbetriebe interessieren sich für die Montage und Inbetriebnahme. Kunden wiederum wollen wissen, ob sie am Montagmorgen sehen können, was über das Wochenende vorgefallen ist.

Vorgaben zum Vorgehen gab es dagegen keine. Wer eine Funktion suchte, sollte sie finden oder melden, dass sie nicht zu finden war. Begleitet wurde der Test durch einen Rückmeldeprozess über die gesamte Laufzeit.

Anlagenvielfalt als Prüfmaßstab

Die abgebildeten Anlagen und Geräte unterschieden sich deutlich in ihrer Komplexität. Knapp 100 Datenpunkte verteilten sich auf Sensoren, Aktoren, auf Regelungseinheiten und auf eigenständige IoT-Geräte. Übertragen wurden die Datenpunkte über KNX und DALI, Modbus, HTTPS sowie MQTTS.

Diese Mischung entspricht dem, was durchaus in einem gewachsenen Gebäudebestand vorhanden sein kann. Ein Zähler aus den 1990er-Jahren spricht ein anderes Protokoll als ein Funksensor, der vor einem halben Jahr nachgerüstet wurde. Beide sollen trotzdem im selben Dashboard erscheinen, und genau das ist die eigentliche Anforderung.

Vier Anwendungsfälle mit realen Datenpunkten

  • Beim Asset Tracking von Abfallcontainern wurden Füllstände und Batteriezustände der Sensorik überwacht, woraus sich die Reihenfolge der Leerungsfahrten ableiten ließ.
  • Im Smart Metering wurden mehrere Standorte in Verbrauch, Effizienz und Netzauslastung verglichen und zusätzlich gegen den Spotmarktpreis gestellt.
  • Bei der vorausschauenden Wartung raumlufttechnischer Anlagen wurden Zustandsdaten einzelner Bauteile ausgewertet.
  • In der Beleuchtungs- und Werbeflächensteuerung einer Gewerbeeinheit wurden die Überwachung der Notfallbeleuchtung, Zeitpläne und manuelle Eingriffe für Veranstaltungen mittels KNX und DALI abgebildet.
Zu jedem dieser Anwendungsfälle folgt ein eigener Beitrag mit Ausgangslage, Messkonzept und Ergebnissen.
Einen ersten Eindruck finden Sie schon heute unter Use Cases.

ioventis Gateway und ioventis Edge im Test

Neben der Plattform wurden auch das ioventis Gateway und die ioventis Edge im Testbetrieb eingesetzt. Das ioventis Gateway liest die Anlagen vor Ort aus und übergibt die Daten an die cloudbasierte ioventis Plattform, ohne dass dafür eigene Infrastruktur bereitgestellt werden muss. Die ioventis Edge hingegen läuft als On-Premise-Lösung direkt in Ihrer eigenen Infrastruktur oder als separater Server. Ideal für Objekte, deren Daten das lokale Gebäudenetzwerk nicht verlassen sollen.

Gateway und Edge stellen wir im Beitrag Zwei Wege zu Ihren Anlagendaten gesondert vor.

Produktanpassungen aus den Rückmeldungen

Eine Änderung setzt beim Einstieg an. Wer die Plattform zum ersten Mal öffnet, hat selten Zeit für ein Handbuch. Im Vordergrund steht eine konkrete Frage des Anwenders.
Seit dem Betatest führt deshalb ein Onboarding neue Nutzer beim Start durch die Oberfläche und zeigt ihnen die Wege, die sie danach täglich gehen.

Eine weitere Änderung betrifft das Anlegen wiederkehrender Setups. Wenn Sie an mehreren Standorten dieselbe Anlagenart anbinden, sollen nachfolgende Aufbauten nicht so lange dauern wie der erste. Mehrere Arbeitsschritte, die im Test noch einzeln nötig waren, laufen inzwischen reproduzierbar als Vorlage. Für Sie verkürzt das die Inbetriebnahme mit jedem weiteren Standort.

Treiberinstallation ohne Internetzugang

Im Test kam die Frage auf, was passiert, wenn ein Gateway in einem Objekt ohne Internetzugang installiert wird. Für die Anbindung eines weiteren Protokolls wird nachträglich ein Treiber benötigt. Der übliche Weg über eine Onlineverbindung steht dann nicht zur Verfügung.

Über den Zugriff aus dem lokalen Netzwerk direkt auf das Gateway lässt sich das Problem lösen. Treiber lassen sich seitdem auch dann nachinstallieren, wenn das Gerät keine Verbindung ins Internet hat. Ein Schaltschrank ohne Internetanschluss ist damit kein Ausschlusskriterium mehr, und das betrifft in der Praxis mehr Objekte, als zunächst zu vermuten wäre.

Gesamteindruck und heutiger Produktstand

Die Rückmeldungen aus dem Test wurden gesammelt und im Produkt umgesetzt. Was seitdem an Änderungswünschen dazukommt, fließt weiterhin in die Entwicklung ein.

Das Fazit fiel durchweg positiv aus. Im Mittelpunkt der Rückmeldungen stand immer wieder die einfache und intuitive Bedienung der Plattform. Eine Schulung war nicht erforderlich und das Setup lief über den gesamten Testzeitraum hinweg durchweg stabil und zuverlässig.

Gezeigt hat sich ebenso, dass keine Anlage der anderen gleicht. Welche Datenpunkte in Ihrem Bestand vorhanden sind, welche Protokolle Ihre Anlagen sprechen und wie aufwendig die Anbindung wird, lässt sich verlässlich nur am Objekt klären.

Wenn Sie Ihre spezifische Situation besprechen möchten, kontaktieren Sie uns gerne.